Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Zum Artikel

Erstellt:
1. April 2021, 12:35 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

Kein Ersatz bei Ablehnung

Impfstoff-Fläschchen des Herstellers Astrazeneca stehen auf einem Tisch.

Impfstoff-Fläschchen des Herstellers Astrazeneca stehen auf einem Tisch. © dpa

Aurich –Die ständige Impfkommission (Stiko) des Bundes hat die Notbremse gezogen und das umstrittene Vakzin von AstraZeneca (AZ) nur noch für über 60-jährige Personen als Impfstoff empfohlen. Jüngere Menschen können sich auf freiwilliger Basis und eigenes Risiko weiter impfen lassen – müssen es aber nicht.

Diese Situation stellt auch das Impfzentrum des Landkreises Aurich vor eine enorme Herausforderung. Hunderte bereits vereinbarte Impftermine müssen verschoben oder, sofern möglich, auf einen anderen Impfstoff umgebucht werden. „Wir prüfen, ob eine Umbuchung durch das Land oder die Impfteams vor Ort vorgenommen werden kann“, teilte die Kreisverwaltung gestern mit.

Bislang wurden im Landkreis Aurich insgesamt 5495 Menschen mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca geimpft (Stand gestern, 18 Uhr). Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um das Personal von Arztpraxen, Krankenhäusern, Kindertageseinrichtungen sowie Grund- und Förderschulen.

Wie mit den Zweitimpfungen verfahren wird, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Stiko prüft die Verwendung von anderen Impfstoffen zur Zweitimpfung. Bis Ende April sollen dazu neue Erkenntnisse vorliegen. Grundsätzlich wurden alle Zweitimmunisierungen zunächst von ursprünglich neun Wochen auf aktuell zwölf Wochen nach Erstimmunisierung verschoben.

Alle für diese Woche noch geplanten Impftermine können stattfinden. Dabei wird auf eine am Mittwoch erfolgte Lieferung des Moderna-Vakzins zurückgegriffen. Der weitere Verlauf und eine, um die anvisierten Ziele einhalten zu können, notwendige Umbuchung ist noch in Abstimmung und betrifft auch Termine am Karfreitag. Die Verwaltung teilt vorsorglich mit, dass Impfberechtigte, die nach dem Arztgespräch im Impfzentrum den Impfstoff von AZ ablehnen, keine Impfung mit einem anderen Impfstoff erhalten. Hier ist eine erneute Terminvergabe notwendig.

Der Landkreis erwartet Anfang April weitere 7710 Impfstoff-Dosen, darunter 3900 von AZ für die Erstimmunisierung.

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen