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13. Oktober 2021, 12:07 Uhr
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Neue Blitzer überwachen die Geschwindigkeit

Landkreis Aurich wartet auf die Lieferung von vier Geräten

Der Landkreis hat vier Geräte des Typs Jenoptik TraffiStar S350 geordert. Foto: Dirk Peiper/Jenoptik

Der Landkreis hat vier Geräte des Typs Jenoptik TraffiStar S350 geordert. Foto: Dirk Peiper/Jenoptik ©

Aurich –Seit dem 15. März dieses Jahres muss der Landkreis Aurich auf eine konstant sprudelnde Geldquelle verzichten. An diesem Tag wurden fünf mobile Geräte zur Geschwindigkeitsüberwachung aus dem Verkehr gezogen. 131 Verfahren konnten nicht mehr erfolgreich abgeschlossen werden – zum Glück der Autofahrer.

Hintergrund war die Empfehlung des Herstellers Leivtec, die Geräte des Typs XV3 nicht weiter einzusetzen: „Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht mit der notwendigen Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass es auch bei Beachtung der [...] Gebrauchsanweisung zu unzulässigen Messwertabweichungen kommen kann, möchten wir Sie bitten, von weiteren amtlichen Messungen vorerst Abstand zu nehmen.“

Seit diesem Zeitpunkt war nur noch ein mobiles Überwachungsgerät sowie die stationären Blitzer im Kreisgebiet aktiv – entsprechend gering waren die Einnahmen des Landkreises aus Geschwindigkeitsübertretungen. Und das macht sich nun in der Kasse bemerkbar. Wie der Landkreis jetzt auf Anfrage bestätigt, fehlen in diesem Jahr rund eine Million Euro an Bußgeldeinnahmen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr konnte der Kreis insgesamt 1,7 Millionen Euro allein aus Geschwindigkeitsverstößen einnehmen. Das wird in diesem Jahr nicht möglich sein. Von Januar bis September wurden nur rund 564000 Euro eingenommen. Das ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass die Kreisverwaltung jetzt schnellstens wieder auf insgesamt fünf mobile Überwachungseinheiten aufstocken will.

Dennoch brauchte es eine intensive Diskussion, bis sich der Landkreis auf den Wechsel des Herstellers für die vier neuen Geräte festgelegt hatte. Demnach wurden bereits im Juli die vier Geräte des Typs Jenoptik TraffiStar S350 bestellt, die Auslieferung lässt aber bislang auf sich warten. Auf Nachfrage beim Hersteller heißt es dazu, dass durch den Ausfall der Leivtec-Geräte zahlreiche Kommunen und Behörden bei Jenoptik Alternativen bestellt haben. Die Kreisverwaltung rechnet nun Ende des Monats mit einer Auslieferung. Die Geräte sollen dann, nach Schulung der Mitarbeiter, kurzfristig in Betrieb gehen.

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