Am Sonnabend starten die Zugvogeltage. Hier alle Aktionen auf Norderney!

Norderney Kifflige Fragen, Aufgaben und Rätsel erwarten alle, die an der Fahrrad-Rallye auf dem Zugvogeltage-Rundweg teilnehmen. Wer die Aufgaben löst, gelangt zu den schönsten Beobachtungsplätzen der Insel. Dabei sind auch Querdenken und sportlicher Einsatz gefordert. Wer alles bewältigt hat, bringt den ausgefüllten Rallye-Bogen bis Freitag, 20. Oktober, im Watt Welten Besucherzentrum vorbei und bekommt eine Belohnung.

Wer Zeit hat, kann die Rallye auch zu Fuß absolvieren. Der Rallye-Bogen ist vom 14. bis 20. Oktober während der Öffnungszeiten des Watt Welten Besucherzentrums täglich (außer am Montag) von 10 bis 17 Uhr erhältlich.

Die Strecke ist zehn Kilometer lang und erfolgt über befestigte Wege.

Am 16. Oktober startet an der Aussichtsdüne am Alten Postweg eine Exkursion zum Thema Stare. Seit Menschengedenken faszinieren und verzaubern uns die oft riesigen Zugvogelschwärme. Am Wattenmeer handelt es sich dabei meist um Alpenstrandläufer und andere Watvögel, aber der Norderneyer Südstrandpolder hat auch noch Singvogelschwärme zu bieten: Zu den Zugzeiten suchen abends Stare zu Tausenden das Schilfgebiet im Südstrandpolder auf. Ihre Schwärme zaubern eine atemberaubende Choreografie an den Himmel: Lebende Wolken, die sich in immer neuen Formen zusammenfinden. Los geht es um 18 Uhr.

Am 17. Oktober gibt es um 16 Uhr im Besucherzentrum einen Vortrag über den Löffler, den Titelvogel der 15. Zugvogeltage. Wer den Löffler schon mal gesehen hat, versteht, woher sein Name kommt. Der zur Spitze hin zu einem Löffel verbreiterte Schnabel dient dem Vogel, um flache Gewässer durch Drehbewegungen des Kopfes zu durchseihen und so Nahrung aufzunehmen. Der prächtige Vogel ist auf Norderney oft an den Teichen im Südstrandpolder bei der Jagd zu beobachten, im Herbst zieht er in südlichere Gefilde wie Portugal oder bis Westafrika. Im Vortrag erfährt man mehr über diesen einmaligen Vogel, seine Lebensweise und sein Zugverhalten.

Am 18. Oktober folgt dann an gleicher Stelle eine Lesung für Kinder, die geeignet ist für Familien mit Kindern ab fünf Jahren. Zum Inhalt: Ronnie Rotschenkel macht sich Sorgen. Seine Tante Robusta ist noch nicht eingetroffen, obwohl sie sich schon vor ein paar Tagen am Priel im Wattenmeer treffen wollten. Wo bleibt sie nur? Und wie soll er sie finden unter den vielen anderen Rotschenkeln, die sich alle so ähnlich sehen?

Zum Glück sind die anderen Zugvögel bereit, ihn bei seiner Suche nach Tante Robusta zu unterstützen. Er erfährt so einiges aus den Leben der anderen Vögel, findet neue Freunde und gemeinsam bestehen sie sogar ein Abenteuer. Ob Ronnie seine Tante wohl noch findet?

Am 19. Oktober wird es dann kreativ im Besucherzentrum, denn dann verwandelt sich das Labor des Watt Welten in ein Atelier: Inspiriert von dem schönen Vogel und der Vielfalt der Vogelwelt im Wattenmeer soll man mit Aquarellfarben und Kreiden die Eindrücke der Landschaft und Vögel kreativ in Szene setzen und unter Anleitung ein eigenes Bild gestalten.

Was macht das Wattenmeer so besonders, dass es als Unesco-Weltnaturerbe ausgezeichnet ist? Die Dynamik, die hier herrscht. Naturkräfte wie Gezeiten und Wind sorgen für täglich wechselnde Bedingungen: Landschaften werden geschaffen und verändert und bieten so einer außergewöhnlichen Vielfalt an Pflanzen und Tieren einen Lebensraum und – nicht zuletzt – Millionen Zugvögeln Nahrung.

All das lässt sich auf dem Ostheller besonders gut erfahren. Zusammen mit dem Nationalpark-Ranger Niels Biewer erkundet man den „wilden Osten“ der Insel und erfährt dabei, wie wertvoll Wildnis ist. Während der Tour werden neben den naturräumlichen Zusammenhängen die Vogelarten, die zu beobachten sind, und seltene Pflanzen vorgestellt. Start ist um 14.30 Uhr.

Ebenfalls am 19. Oktober beginnt um 9 Uhr ein Ausflug zu den Nahrungsquellen der Zugvögel. Millionen Tiere leben im Watt – und werden auch gefressen. Denn den Zugvögeln dient das Wattenmeer als wichtige Raststätte, um sich von den bisher zurückgelegten Kilometern zu erholen und Kraft und Energie für den Weiterflug zu sammeln. Es geht auf Spurensuche, welche Tiere im Watt leben und aufgrund von Form und Länge der Schnäbel der Zugvögel, welcher Vogel was am liebsten frisst.

Vom 14. bis zum 20. Oktober ist der Norderneyer Vogelkieker in der Surferbucht von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Auch in diesem Jahr gibt es in Zusammenarbeit mit dem NLWKN Norderney und den Nationalpark-Rangern den beliebten „Vogelkieker“: einen Bauwagen, ausgerüstet mit Spektiven, Ferngläsern und Bestimmungsliteratur. Hier gibt es einen Einblick in die Vogelwelt und Hilfe bei der Bestimmung der verschiedenen Arten.

Alle Informationen stehen auf www.zugvogeltage.de.