SPD-Ortsvereine in Norden fusionieren

Von Heidi Janssen

Die Norder SPD plant eine Neustrukturierung der Ortsvereine im Stadtgebiet.

Norden – Die vier Norder SPD-Ortsvereine (OV) Norden, Süderneuland, Westermarsch/Leybucht und Norddeich haben beim Unterbezirk – der nächsthöheren Parteiorganisation – die Neuabgrenzung der Gliederungen beantragt. Die Vereine wollen zu einem neuen, größeren SPD-Ortsverein Norden verschmelzen. Zudem soll der OV Juist in den neuen Verein eingegliedert werden. Denn auch auf der Insel kämpfen die Sozialdemokraten mit den gleichen Problemen: Die kleinen Parteiorganisationen sind nicht mehr in der Lage Mitgliederversammlungen und Vorstandswahlen durchzuführen.

Es gehe darum, Kräfte zu bündeln und Doppelstrukturen abzubauen, machten die Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine am Freitag im KURIER-Gespräch deutlich. „Wir haben die Ortsvereine, den Stadtverband und unsere Ratsfraktion. Oftmals sind diese mit den gleichen Leuten besetzt“, so Julia Feldmann, Vorsitzende des Ortsvereins Norden. Durch die Fusion werde die Parteigliederung verschlankt.

„Uns geht es wie vielen anderen Vereinen auch. Es fehlt an Ehrenamtlichen, die bereit sind im Vorstand mitzuarbeiten.“ Darum habe man bereits 2019 begonnen, über eine Neuabgrenzung der Ortsvereine nachzudenken. Wegen der Coronapandemie sei dann zwei Jahre nichts passiert. Jetzt habe man sich entschlossen, das Thema wieder aufzugreifen und konsequent umzusetzen.

Die Mitglieder der vier Ortsvereine votierten bei einer gemeinsamen Versammlung Anfang des Monats einstimmig für die Zusammenlegung. Nun ist es Aufgabe des Unterbezirks das formelle Verfahren zur Neuabgrenzung einzuleiten.