Umweltverbände protestieren vor dem Hannoverschen Landtag

Von Stefan Bergmann

Ein aufblasbarer Förderturm als Zeichen des Widerstands: Gegner einer möglichen Gasförderung im Wattenmeer vor Borkum haben sich am Mittwoch vor dem Landtag in Hannover positioniert. Sie fordern von der Landesregierung ein klares „Nein“ zur Förderung.

Anike Peters von Greenpeace im Gespräch mit Umweltminister Christian Meyer. Mit dabei: Ein aufblasbarer Förderturm.

Hannover/Borkum Die Umweltorganisationen Deutsche Umwelthilfe (DUH), BUND Niedersachsen und Greenpeace demonstrierten am Mittwoch mit einem fünf Meter hohen aufblasbaren Bohrturm vor dem Landtag in Hannover. Sie protestieren gegen die Pläne des niederländischen Öl- und Gaskonzerns ONE-Dyas. Dieser will vor Borkum in unmittelbarer Nähe des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer und mehrerer Natura-2000-Gebiete ein Gasfeld erschließen. Die Verbände fordern von der niedersächsischen Landesregierung ein klares Votum gegen das fossile Projekt und für den Umwelt- und Klimaschutz.

Zurzeit herrscht ein Baustopp für die Erprobungsplattform vor Borkum, verhängt vom niederländischen Gerichtshof. Das Land Niedersachsen hat sich noch nicht positioniert, ob es einer Erkundung oder Förderung von Öl- oder Gas vor Borkum zustimmen würde. Die Verbände fordern von der niedersächsischen Landesregierung ein klares Votum gegen das fossile Projekt und für den Umwelt- und Klimaschutz.