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3. Dezember 2023, 07:00 Uhr

Der Landkreis Aurich erläutert, wie er seine Straßen saniert

Kleine Straßen, großer Aufwand – das Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre steht schon

Lesedauer: ca. 2min 06sec
Baustellen überall: Der Landkreis Aurich zeigte die Karte über künftige Sanierungen.

Baustellen überall: Der Landkreis Aurich zeigte die Karte über künftige Sanierungen. ©

Es ist wie ein bunter Flickenteppich, und wenigstens das Wort „Flicken“ ist durchweg korrekt: Auch für die kommenden Jahre plant der Landkreis Aurich die Sanierung zahlreicher Kreisstraßen.

Generell sind es die kleineren Straßen und nicht großen Magistralen zwischen den Ort, die oft Landesstraßen sind und dementsprechend von der Landesstraßenbaubehörde saniert werden.

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So zum Beispiel die Osterstraße mitten in Norden. Bis 2019 sah sie aus wie ein besserer Feldweg mit Häusern drumherum. Überall Versackungen, überall Pflasterungen im Straßenbelag – nämlich dort, wo Versorgungsunternehmen neue Leitungen in den Boden legten und die Straße dann mit Pflastersteinen verschlossen, anstatt neu zu asphaltieren. „Niemand hat diese Straße als Kreisstraße wahrgenommen“, so der Matthias Hayen im Raumordnungssausschuss am Donnerstag. Aber saniert haben man die „K 242“ natürlich trotzdem.

Herausgekommen sei eine glatte Straße, ohne Huckel und Löcher; „da haben wir erstmal wieder zehn Jahre Ruhe“.

Die Landkarte, auf der alle Straßensanierungen eingezeichnet sind, weist viele schadhafte Straßen aus. Nicht immer ist es damit getan, einfach nur einen Asphaltbelag darüberzuliegen. Eine Technik, die Hayen etwas spöttisch „tapezieren“ nennt. Manchmal müsse man auch grundsanieren, den Unterbau erneuern und eine komplett neue Straße in drei Schichten aufbauen. Dass das ins Geld gehen kann, zeigt die Bilanz der vergangenen Jahre. Von 2016 bis 2023 hat der Landkreis Aurich rund 15 Millionen Euro in die Straßen gesteckt und damit insgesamt 106 Kilometer Straße erneuert.

Noch so ein Beispiel: Die Strandstraße in Neßmersiel. Sie wird regelmäßig nur befahren von Menschen die nach Baltrum wollen oder von der Insel kommen. In typisch ostfriesischer Manier war sie gepflastert. Ebenso typisch für Ostfriesland. Die Straße sackte unregelmäßig ab. In Nachtarbeit hat der Kreis die Straße komplett saniert: Pflaster raus, Unterbau neu, Asphalt drauf. Tagsüber stand die Straße für den Inselverkehr zur Verfügung. „Da kann man jetzt 100 fahren“, sagt Hayen..

Und auch in Norddeich wurde trickreich saniert: Die schmale Ziegeleistraße, vielbefahren von großen Wohnmobilen, bekam Betonrandsteine, die man aber überfahren kann. Mit ihnen wurde die Fahrbahn leicht verbreitert, die Straße bekam einen Mittelstrich – und seitdem läuft es dort flüssiger.

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