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3. April 2025, 11:15 Uhr

Ein Museum für die Norder Feuerwehr

Die EU unterstützt das Vorhaben mit 125.000 Euro. Die alte Drehleiter hat eine Besonderheit und wird ein neues Exponat.

Lesedauer: ca. 2min 02sec
Die vorhandene Oldiehalle am Hilfeleistungszentrum soll an der linken Seite erweitert werden.

Die vorhandene Oldiehalle am Hilfeleistungszentrum soll an der linken Seite erweitert werden. © Ute Bruns

Norden Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Norden wünscht sich den Ausbau der vorhandenen Oldiehalle auf dem Gelände des Hilfeleistungszentrums an der Osterstraße zu einem richtigen Feuerwehrmuseum. Darüber informierte Stadtbrandmeister Thomas Kettler am Mittwochabend im Ausschuss für Feuerwehr, Ordnung und Sicherheit.

In den vergangenen Monaten hat die Feuerwehrführung Gespräche mit verschiedenen Projektpartnern geführt, unter anderem auch mit Vertretern der Leader-Region Wattenmeer-Achter. Die zeigten sich am Ende der Bewerbungsphase für eine Unterstützung begeistert – das Projekt Feuerwehrmuseum erhielt 14 von maximal 15 möglichen Bewertungspunkten. Damit verbunden ist die Zusage auf eine Förderung durch EU-Gelder in Höhe von 125.000 Euro. 31.000 Euro kommen durch öffentliche Ko-Finanzierung, rund 84.000 Euro muss die Stadt Norden übernehmen. „Wir kalkulieren fest mit Baukosten von 240.000 Euro“, erklärte Kettler.

Die Erweiterung der bestehenden Oldiehalle zu einem Museum ist mit baulichen Maßnahmen verbunden. So soll links neben dem Bestandsgebäude eine Erweiterung entstehen, in der zum einen die 30 Jahre alte Drehleiter ausgestellt werden soll, die in diesem Jahr endgültig aus dem aktiven Einsatzdienst ausscheidet. Die stellt mit der Staffelkabine für insgesamt sechs Einsatzkräfte laut Kettler eine Besonderheit dar, denn üblich sind heute nur noch Kabinen für drei Besatzungsmitglieder.

Mit Baujahr 1995 ist die bisherige Drehleiter der neue Oldie im geplanten Museum – die Staffelkabine ist eine bundesweite Besonderheit.

Mit Baujahr 1995 ist die bisherige Drehleiter der neue Oldie im geplanten Museum – die Staffelkabine ist eine bundesweite Besonderheit. © Archivfoto

Zum anderen soll eine Fahrzeugkabine eines Feuerwehrausrüsters Platz finden, in deren Innenraum ein Kinoraum entstehen soll. Ergänzt werde das neue Museum durch einen Feuerwehrerlebnis- und Lehrpfad.

Für den Stadtbrandmeister ist das Projekt nicht nur eine Herzensangelegenheit, er sieht vor allem den deutlichen Mehrwert für die Museumsstadt Norden: „Es geht um eine Investition in den Tourismus der Stadt. Wir müssen aus unseren Schätzen etwas machen.“ Das Museum soll wie die bereits vorhandenen Oldtimer auch durch die Oldiegruppe der Feuerwehr betreut werden und nach vorheriger Onlineterminbuchung den Zutritt ins neue Museum gewähren.

Stadtbrandmeister Kettler geht jetzt in die Ratsfraktionen, um die Details vorzustellen. Wenn alles gut läuft, soll die Maßnahme noch in den diesjährigen Haushalt aufgenommen werden, damit der Anbau zum 140-jährigen Jubiläum der Norder Wehr im kommenden Jahr eröffnet werden kann.

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