Erster Doppelhaushalt in Norden mit Überschuss
Höhere Gewerbeeinnahmen und vorhandene Rücklagen retten das Stadtsäckel – Ab 2027 wird es jedoch wieder eng
Lesedauer: ca. 1min 38sec
Die Stadt Norden steht kurz vor dem ersten Doppelhaushalt ihrer Geschichte. © Nina Lehmann
Norden Die Stadt Norden ist kurz davor, den ersten Doppelhaushalt in ihrer Geschichte zu verabschieden. Zwar konnten sich die Mitglieder des Finanzausschusses am Dienstagabend noch nicht auf ein abschließendes Votum verständigen – grundsätzlich herrscht aber Einigkeit über das umfangreiche Zahlenwerk. Lediglich einige Punkte sollen in den kommenden Tagen nochmals interfraktionell beraten werden, so der Ausschussvorsitzende Theo Wimberg (SPD).
Kämmerer Karlheinz Wilberts machte während der Sitzung deutlich, dass der Doppelhaushalt mit einem voraussichtlichen Jahresüberschuss von 988.180 Euro abschließen wird. „Das sorgt für eine vorübergehende Entspannung der Finanzlage“, so der Kämmerer. Allerdings sind für die Folgejahre erhebliche Anstrengungen von Verwaltung und Politik notwendig, um den Haushalt langfristig zu sanieren. „Wir müssen sparsam und verantwortlich mit den knappen Ressourcen umgehen.“
Die Auszahlungen für Investitionstätigkeiten sollen in diesem Jahr 23.265.500 Euro sowie 23.391.300 Euro (2026) betragen. Darin enthalten sind zahlreiche Maßnahmen im Bereich Straßen- und Brückensanierungen, der Erweiterung der Kita Hooge Riege, der weiteren Entwicklung des ehemaligen Doornkaat-Areals, der Ersatzneubau des Freibads sowie die Erweiterung des Gewerbegebiets Leegemoor und die Sanierung beziehungsweise Erweiterung der Stadtbibliothek.
Im Doppelhaushalt 2025 und 2026 ist zudem eine Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen in Höhe von 15.123.280 Euro (2025) und 18.675.280 Euro (2026) geplant.