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4. August 2023, 06:00 Uhr

Norden ist Vorreiter in Ostfriesland

Die Stadt fördert 266 sogenannte Balkonkraftwerke - es gibt eine Warteliste

Lesedauer: ca. 1min 49sec
Immer mehr Bürger in Norden produzieren mit einem Balkonkraftwerk ihren eigenen Strom.

Immer mehr Bürger in Norden produzieren mit einem Balkonkraftwerk ihren eigenen Strom. © IMAGO/Robert Poorten

Norden Es sei ihr eine Freude, durch die Stadt zu fahren und hier und da Photovoltaikanlagen zu sehen, die zum großen Teil durch das Förderprogramm der Stadt Norden angeschafft und in Betrieb genommen wurden. Das sagt die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Irma Kracke, im KURIER-Gespräch. Insgesamt konnten 266 Anträge bewilligt werden. Die Antragsteller durften sich über einen Zuschuss von jeweils 300 Euro freuen.

Mit dem Förderprogramm ist die Stadt Vorreiter in Ostfriesland. Wie die Klimaschutzbeauftragte berichtet, seien Vertreter anderer Gemeinden auf sie zugekommen und haben sich nach den Erfahrungen bei der Umsetzung des Programms erkundigt. Mittlerweile haben weitere Gemeinden und Landkreise nachgezogen, darunter Großheide und der Landkreis Leer. Auch hier ist die Nachfrage hoch.

„Unser Ansinnen ist es, den Bürgern die alternativen Energien näherzubringen“, sagt Kracke. Das könne insbesondere mit diesen Mini-Photovoltaikanlagen mit bis zu 600 Watt Leistung umgesetzt werden. Bei einem Anschaffungspreis zwischen 500 und 1000 Euro und einer Förderung von 300 Euro sei vielen Menschen diese Investition ermöglicht worden. Positiver Nebeneffekt: Während der bis 25-jährigen Lebensdauer der Module sparen die Bürger bei der eigenen Stromrechnung. Denn der erzeugte Strom wird direkt in das Hausnetz eingespeist und steht damit für den eigenen Verbrauch unmittelbar zur Verfügung.

Der große Erfolg des Förderprogramms ist dabei nicht allein dem finanziellen Aspekt geschuldet. Auch war das Antragsverfahren denkbar einfach gestaltet. Interessierte mussten einen Bewerbungsbogen mit verhältnismäßig wenig Fragen beantworten und einen Kaufnachweis vorlegen. Aufwendigster Punkt war die Anmeldung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur sowie die Anmeldung beim lokalen Netzbetreiber – hier konnte Irma Kracke oft weiterhelfen.

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