Rückwärts zur Nordsee - Meyer-Kreuzfahrtschiff auf der Ems
Erst ist bei Nebel von dem neuen Ozeanriesen der Meyer Werft wenig zu sehen. Später zieht die Emsüberführung des Kreuzfahrtschiffes bei sonnigem Wetter dann umso mehr Schaulustige an den Fluss.
Lesedauer: ca. 1min 57sec
Die „Asuka III“ kurz hinter dem Sperrwerk: Freie Fahrt Richtung Nordsee. © Stefan Bergmann
Papenburg/Emden Rückwärts rund 40 Kilometer über die Ems gen Nordsee: Das neue Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft, die „Asuka III“, ist unter den Augen zahlreicher Schaulustiger auf der Ems überführt worden. Am Nachmittag erreichte der Luxusliner das Emssperrwerk bei Gandersum im Landkreis Leer, etwas früher als geplant. Die Überführung funktioniere gut, sagte ein Werftsprecher auf Anfrage. „Es ist etwas früher losgegangen, weil es das Wetter hergab.“ Ziel des Schiffes ist das niederländische Eemshaven.
Start im Nebel
Karte
Schon am frühen Morgen hatten sich zahlreiche Schaulustige trotz dichten Nebels, Dunkelheit und Temperaturen um den Gefrierpunkt an der Dockschleuse des Werfthafens und entlang der Emsdeiche versammelt, um das Kreuzfahrtschiff zu sehen, wie ein dpa-Fotograf berichtete.

Vor dem Emssperrwerk legte der Verband eine kurze Pause. Ein. Das Tor musste erst vollständig geöffnet werden. © Stefan Bergmamn
Ein Zuschauer sagte: „Ich bin heute Morgen aufgestanden um sieben, weil ich dachte, ich kriege das Schiff vielleicht noch an der neuen Friesenbrücke. Aber da waren sie schon durch.“ Die Polizei in Leer meldete am Mittag keine besonderen Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Schiffsüberführung.
Erste Probefahrt auf der Nordsee
Auf der schmalen Ems wird das Schiff von Schleppern rückwärts gezogen. Diese Art der Überführung habe sich aufgrund einer besseren Manövrierfähigkeit bewährt, teilte die Werft mit. Die Emslotsen der Lotsenbrüderschaft Emden, die die Schiffsüberführungen schon seit vielen Jahren meistern, lotsten auch dieses Manöver.
Für die Überführung des Schiffes wurde das Emssperrwerk geschlossen, um den Fluss aufzustauen. Naturschützer kritisieren den Aufstau der Ems für solche Schiffsüberführungen. Sie klagen über Schäden an der Natur.

Schöne Geste eines Mitarbeiters: Er schwenkt die deutsche und japanische Flagge am Sperrwerk Gandersum. © Stefan Bergmann
Fotostrecke
Nachdem die „Asuka III“ das Emssperrwerk und später Emden passierte, sollte das Kreuzfahrtschiff auf der Nordsee eine kurze Einstellungsfahrt unternehmen und dann am Montagabend oder spätestens am Dienstagmorgen in Eemshaven an der Emsmündung ankommen. Die Endausrüstung und die Übergabe des Luxusliners an die Reederei soll in Emden erfolgen. Die Ablieferung ist für dieses Frühjahr geplant.