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27. November 2023, 15:28 Uhr

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Stück für Stück wächst der Elektro-Katamaran der Reederei Frisia heran

Der neue E-Katamaran der Rederei Frisia wächst Stück für Stück. Jetzt sind wichtige große Bauteile in der Werft in Gorinchem in den Niederlanden angekommen. Schon in der nächsten Saison soll der Kat zwischen Norddeich und Norderney CO₂-neutral fahren.

Lesedauer: ca. 2min 05sec
Lkw mit Schiff

Die Rumpfteile und der Aufbau kamen jetzt in Gorinchem in den Niederlanden an. Dort werden sie verschweißt. © Frisia

Norden/Norddeich Ab Sommer 2024 wird die AG Reederei Norden-Frisia zwischen Norddeich und Norderney den ersten rein elektrisch betriebenen Katamaran (E-Kat) in der Deutschen Bucht einsetzen. Das Schiff wird mit der maximal erlaubten Geschwindigkeit von 16 Knoten 150 Fahrgäste zu und von der Insel bringen. Aktuell sind die Rumpfsegmente und das Hauptdeck zur Endmontage am niederländischen Standort Gorinchem der DAMEN Shipyards Group eingetroffen. „Wir liegen damit im Zeitplan und können rechtzeitig zur nächsten touristischen Hauptsaison mit dem E-Kat CO₂-neutral operieren“, betont Reederei-Vorstand Carl-Ulfert Stegmann.

Produktion der Segmente in Polen

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Die Segmente waren seit Anfang Mai in Koźle, dem polnischen DAMEN-Standort, vorgefertigt worden. Der Transport über 1100 Kilometer in die Niederlande erfolgte in zwei Nachtetappen mit fünf Lkw. Die Rümpfe mussten dafür in zwei Hälften geteilt werden. Auf der Damen-Werft in Gorinchem werden die Rumpfteile und das Hauptdeck nun wieder miteinander verschweißt. Anschließend folgt das so genannte Outfitting, bei dem unter anderem weitere Wände im Innen- und Außenbereich eingebaut, Module wie der Salon und die Brücke verschweißt und die Verkabelungen installiert werden. Der E-Kat ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts der AG Reederei Norden-Frisia. „Mit dem E-Kat werden wir die Fahrzeit zwischen Norddeich und Norderney fast halbieren und dabei keinen CO₂-Ausstoß verursachen. Unser langfristiges Ziel ist es, einen geschlossenen Kreislauf aus Stromproduktion und Stromverbrauch zu schaffen“, so Reedereivorstand Carl-Ulfert Stegmann. Maßnahmen für eine autarke Energiegewinnung befinden sich in der Umsetzung. Erste mit Fotovoltaikanlagen überdachte Parkflächen in Norddeich sind bereits fertiggestellt. Alle weiteren Gebäude des Unternehmens werden ebenfalls auf ihre Eignung geprüft und mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Ein Projekt zur Zweitverwertung von Altbatterien aus Elektroautos als Pufferspeicher für den Solarstrom befindet sich in der Realisierungsphase.

Nur geringer Tiefgang fürs Wattenmeer

Das neue Schnellschiff ist nach Vorgaben der Reederei Norden-Frisia speziell für den Einsatz im ostfriesischen Wattenmeer konzipiert. „Aufgrund der Bauweise hat der E-Kat einen Tiefgang von nur 1,2 Metern und kann die Insel so auch bei niedrigen Wasserständen schnell erreichen“, erklärt Kapitän Stephan Ulrichs, der seitens der AG Reederei Norden-Frisia zusammen mit Maschinist Okko Hojer die Bauaufsicht führt.

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