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3. April 2025, 14:27 Uhr

VW widerspricht Bericht der Bild-Zeitung: Export in Emden nicht gestoppt

Die neuen Amerika-Zölle auf Autos haben angeblich dramatische Auswirkungen: Laut dem Wall Street Journal stoppt VW ab heute den gesamten Export von Neuwagen in die USA aus dem Emder Hafen. Volkswagen in Wolfsburg dementiert.

Lesedauer: ca. 1min 55sec
Schiff

Autoverladung im Emder Hafen © Ute Bruns

Emden Meidenberichten zufolge reagiert der Volkswagen-Konzern mit einem kompletten Export-Stopp auf die neuen US-Zölle auf Neuwagen. Laut Bild-Zeitung und dem Nachrichtenportal NonstopNews habe dies ein Konzernsprecher gegenüber dem der amerikanischen Börsenzeitung Wall Street Journal bestätigt. Auch aus dem Emder Hafen würden ab sofort keine Auto-Carrier mehr nach Amerika geschickt.

„Das ist falsch.“

Christian Schiebold, Logistik-Sprecher von VW Deutschland, dementiert die Information auf KURIER-Nachfrage. Man könne es sich nicht erklären, weshalb diese Information verbreitet werde. Schiebold: „Das ist falsch!“

Richtig ist dagegen, dass Neuwagen, die derzeit in den US-Häfen ankommen, dort erst einmal zurückgehalten werden, bis sich geklärt hat, wie VW auf die Zölle reagiert. Geplant ist, die US-Verbraucher auf die Aufschläge hinzuweisen. Bei Fahrzeugen, die von dem seit heute geltenden 25-Prozent-Zoll betroffen sind, solle am Fahrzeug auf eine mögliche „Importgebühr“ hingewiesen werden, berichtet das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eine interne Mitteilung an die Händler. Zur Höhe des Aufschlags und ab wann er gelten soll, machte VW noch keine Angaben.

Nur eine Anpassung

Die jetzigen Maßnahmen seien eine „vorübergehende Anpassung“, sagte ein amerikanischer VW-Sprecher der Zeitung Wall Street Journal. Man werde mit Logistikunternehmen zusammenarbeiten, um den Fahrzeugtransport zu optimieren, sobald sich die Zollsituation stabilisiert habe. „Wir wollen sehr transparent durch diese Zeit der Unsicherheit navigieren“, hieß es.

Dieses Zitat bestätigte VW Wolfsburg.

Er vor kurzem hatte VW bekanntgegeben, dass der neue ID.7 Limousine zunächst nicht nach Amerika geliefert werden soll. Die Gründe waren damals unklar. Aus jetziger Sicht ist es nachvollziehbar: Die Zölle wurden damals schon befürchtet.

Emden ist zentraler Exporthafen

Emden ist für Volkswagen der zentrale Umschlaghafen für alle Modelle des Konzerns: VW, Porsche, Audi, Bentley und andere. Mit Nordamerika gibt es per Auto-Carrier einen Linienverkehr beispielsweise nach Baltimore, Jacksonville oder Houston.

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